Im letzten Post hatte ich die progressive Muskelentspannung beschrieben. Diese Form eignet sich besonders, für Fahrer, die an ihrer Entspannung aktiv mitarbeiten wollen.

Heute geht es um das „Autogene Training“ nach Professor Schultz:
Das autogene Training entstand aus Beobachtungen, die Schultz im Rahmen seiner Forschungen machte. Schultz nannte sein Verfahren „konzentrative Selbstentspannung“ und diese Entspannung der Muskulatur war die Grundlage seiner Methode. Die Ruhe entsteht Schultz zufolge durch die Muskelentspannung und die dem Gehirn in dieser Form mitgeteilte Meldung: „Ich bin ganz ruhig“.

Das autogene Training wird in drei Stufen gegliedert:
1. Die Grundstufe (früher als Unterstufe bezeichnet):
Ihre Techniken wenden sich an das vegetative Nervensystem.
2. Die Mittelstufe:
Ihre Methoden bezwecken die Beeinflussung des Verhaltens durch formelhafte Vorsatzbildung.
3. Die Oberstufe:
Ihre Methoden erschließen unbewusste Bereiche des Trainierenden.
Die Anwendungsbereiche des autogenen Trainings bestehen für gesunde Menschen vor allem im Sport, in der Vorbeugung gegen das Burnout-Syndrom und im Bereich des Lernens. Gesunde Menschen nutzen vor allem die Techniken der Grundstufe und der Mittelstufe.

Die Grundstufe: => Die Grundstufe besteht aus sechs Übungen:

  • Erleben der Schwere
  • Erleben der Wärme
  • Herzregulierung
  • Atmungsregulierung
  • Bauchwärme
  • Stirnkühlung

Jede dieser Übungen basiert auf der Suggestion eines ruhigen Körperzustandes. Die Wirksamkeit der Technik beruht auf der Annahme, dass der ruhige Körperzustand die Beruhigung des psychischen Zustandes hervorrufen kann, genauso wie umgekehrt eine innere Erregung körperliche Spannungen auslöst.
Die Suggestionen erfolgen in einfachen, kurzen Sätzen. Die einzelnen Übungen dauern zwischen 3 und 15 Minuten. Sie können zunächst durch einen Trainer oder durch einen Tonträger angeleitet werden. Ziel ist die Verinnerlichung der Übungen und somit letztlich die Herbeiführung der Entspannung ohne Hilfsperson oder technisches Hilfsmittel.

Die Mittelstufe:
In der Mittelstufe werden formelhafte Vorsatzbildung eingesetzt, um eine Verbesserung des Verhaltens (oder eine Vermeidung schlechten Verhaltens) herbeizuführen.

Ein Beispiel für einen solchen Vorsatz – zum Beispiel in einem Training zur Vorbereitung einer Präsentation vor Publikum – ist: „Ich bin und bleibe ruhig und gelassen.“. Solche Vorsätze werden stets positiv formuliert, also zum Beispiel nicht: „Ich werde während der Rede nicht nervös.“

Voraussetzung für die Mittelstufe ist die durch Übungen aus der Grundstufe herbeigeführte Entspannung. Oft werden auch Entspannungsübungen und Vorsatzformulierungen in einer einzigen Übung gemischt (Quelle: wikipedia)

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