Erfolg und Misserfolg im Training trainieren

Hans Eberspächer schreibt in seinem Buch: Mentales Training:

„Der sicherste Weg, eine psychische Beanspruchung zu vermeiden, ist der, zuerst etwas zu tun und danach das Ziel festzulegen, das man damit erreichen wollte. Das Ziel adaptiert man dann an den jeweiligen Handlungsausgang. Auf diese Weise kann man sicher sein, nie Misserfolge zu haben, weil man ja sein Ziel erreicht hat.

Diese Verfahren entspricht dem Vorgehen eines Mannes, der seine Treffsicherheit mit dem Gewehr überprüfen will. Er sucht sich dazu eine leere Wand, schießt auf diese Wand und malt danach um die Einschußstelle eine Zielscheibe, so dass der Schuss genau im Zentrum liegt – der garantierte Erfolg – durch sich selbst in die Tasche lügen.

Soweit das Zitat aus dem oben genannten Buch.

Um Erfolg und Misserfolg im Training zu üben, muss also zuerst ein Ziel für die Trainingseinheit definiert werden.

Der Trainer gibt zum Beispiel vor: In den nächsten 10 Runden ist das Ziel eine Zeit unter 45:05. Der Fahrer gibt dann zu diesem Ziel eine Vorhersage ab, „in 5 von diesen Runden bleibe ich unter dieser vorgegebenen Zeit“.

Das hat zwei entscheidende Vorteile: Zum einen lernt der Fahrer mit der psychischen Belastung der selbst gestellten Anforderung umzugehen und zum zweiten mit dem Thema Misserfolg, denn nach der Trainingseinheit kann man ja genau feststellen, inwieweit der Fahrer seine Vorhersage erfüllen konnte.

Zusätzlich lernt der Fahrer, sich und seine Fähigkeiten besser einzuschätzen und im Erfolgsfalle damit sein Selbstvertrauen aufzubauen.

 

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