Das bestimmte Fertigkeiten kontinuierlich geübt werden müssen, merkt man am besten dann, wenn man bestimmte Handlungen längere Zeit nicht mehr ausgeübt hat. Das ging mir persönlich so beim Segeln. Obwohl ich zur Segelscheinprüfung den Palstek (ein spezieller Knoten) perfekt und wie im Schlaf beherrschte, stand ich ein halbes Jahr später bei einem Segeltörn da und wußte nicht mehr wie der Knoten ging. Um den Knoten dauerhaft präsent zu haben, hätte ich ihn zumindest regelmäßig in meiner mentalen Vorstellung üben müssen.

Oft gelingen auch sehr routiniert eingeübte Fertigkeiten nicht mehr, wenn einem zum Beispiel während der Ausführung störende Gedanken durch den Kopf gehen und man sich beispielsweise überlegt, was es alles für negative Konsequenzen hat, wenn der Rennstart nicht so verläuft, wie ich es gerne hätte. Im Mentaltraining bezeichnet man das als selbstzerstörerische innere Kommunikation

Viele Menschen haben auch Probleme, wenn Sie Ihre Fertigkeiten plötzlich vor großem Publikum vorführen müssen, wenn die ganze Aufmerksamkeit vieler Menschen auf sie fokussiert ist – das bezeichnet man dann auch als Vorführeffekt. Im Rennbereich sind es die Trainingsweltmeister, die – wenn es um nichts geht, super Zeiten fahren und im Wettbewerb mental dem Druck nicht standhalten.

Ich glaube, keiner stellt in Frage, dass man Bewegungsabläufe – nicht nur im Rennsport regelmäßig optimieren muss. Viele übersehen jedoch, dass motorisches Training nur dann  auf Dauer erfolgreich sein kann, wenn es durch Mentaltraining entsprechend unterstützt wird – und genau das unterscheidet die Spitze vom Rest der Welt.

Folgende Trainingsbereiche können mit Hilfe eines Mentalcoachs optimiert werden:

  • Die Zielsetzung
  • Die Visualisierung von Abläufen
  • Die Fähigkeit Gedanken zu steuern
  • Der Glaube an die eigenen Fähigkeiten
  • Das Training von Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Das Aktivitätsniveau (den jeweils notwendigen Spannungszustand)

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