Im letzten Beitrag ging es um ein praktisches Fallbeispiel für ein Mentaltraining mit Jugendlichen im Kartsport. Der erste Schritt dazu war die Analyse der Gesamtsituation.

Mit Hilfe eines detaillierten Fragebogens wurden die mentalen Stärken und Schwächen herausgearbeitet. Im vorliegenden Fall war es einmal Stress durch die Doppelbelastung von Schule und dem Anspruch möglichst weit vorne mitzufahren und zum zweiten mangelnde Konstanz bei den Rundenzeiten. Mal lief es hervorragend dann wieder waren die Zeiten total daneben. Und drittens waren die inneren Dialoge demotivierend und leistungsmindernd.

2. Die praktische Vorgehensweise

Im zweiten Schritt geht es heute um die praktische Vorgehensweise. Folgende Massnahmen wurden mit dem Jugendlichen vereinbart:

  • Ein Plan wurde erstellt, um Konzentration, Kraft, Ausdauer zu verbessern und eine schnellere Reaktionszeit zu erreichen.
  • Massnahmen wurden ausgearbeitet, um mit der Doppelbelastung von Schule und Rennanforderungen besser umgehen zu können. Dazu gehört unter anderem ein gezieltes Entspannungstraining, um auf Knopfdruck auf innere Ruhe umschalten zu können
  • Eine klare Zieldefinition wurde erarbeitet und als Erfolgsvisualisierung regelmäßig verinnerlicht.
  • Die Rennen wurden per Video aufgezeichnet und anschließend das Fahrverhalten detailliert analysiert.
  • Die Rennstrecken wurden analysiert und daraus ein mentales Drehbuch erstellt.
  • Nur was im Training funktioniert kann auch im Rennen abgerufen werden.

Schon nach 4 Wochen waren erste messbare Erfolge zusehen. Die Rundenzeiten wurden konstanter, der Jugendliche gewann deutlich an Selbstvertrauen und die am Anfang starke Nervosität konnte er deutlich reduzieren.

 

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